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ÜBER DEN FEEDBACK STUDIO VERLAG

Nach der Weltausstellung in Osaka 1970 gründeten die drei Komponisten und Mitarbeiter Karlheinz Stockhausens, Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar und David Johnson, das Feedback Studio, 1971 Fritsch und Gehlhaar den ersten deutschen Komponistenverlag, den Feedback Studio Verlag, bis 2009 ca. 300 Kompositionen von 20 Komponisten vertreten hat. Seit 1975 wurden Studio und Verlag von Johannes Fritsch, Professor und Leiter einer Kompositionsklasse an der Kölner Musikhochschule, allein geführt.

In einer Etage eines Hinterhauses im Kölner Belgischen Viertel befanden sich die Verlagsräume und das Aufnahmestudio, das gleichzeitig als Veranstaltungsraum für die Hinterhausmusiken des Feedback Studio diente.

Das Verlagsprogramm umfasste neben elektronischen und live-elektronischen Werken, Computerkompositionen und Werken für grosses Orchester vor allem Kammermusik der Komponisten Klarenz Barlow, Michael von Biel, Peter Eötvös, Silvio Foretic, Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar, David Johnson, Siegfried Koepf, Joachim Krist, Mesias Maiguashca, Michael Manion, John McGuire, Masahiro Miwa, Herbert A. Mitschke, Manfred Niehaus, Michael Ranta, Volker Staub und Caspar Johannes Walter.

Die HINTERHAUSMUSIKEN, seit 1971 mehr als 150 Veranstaltungen, präsentierten junge Komponisten der Kölner und der internationalen Avantgarde, authentische Musik fremder Kulturen (aus Afrika, China, Japan, Indien etc.) und Interpreten Neuer Musik in Vorträgen, Workshops und Konzerten, viele in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk.

In vier WELTMUSIK-Kongressen (1979, 82, 84 und 86) wurde in Zusammenarbeit mit der AG Musik in Ostwestfalen-Lippe in Kursen, Workshops, Vorträgen und Konzerten im Jugendhof Vlotho versucht, aussereuropäische Musiken, aber auch vergessene Volksmusiktraditionen aus Europa zu erleben und zu verstehen. Die Vorträge dieser Kongresse sind als Sonderhefte der Feedback Papers erschienen.

Die FEEDBACK PAPERS, inzwischen 46 Hefte bzw. Bücher, dokumentieren in Nachrichten, Informationen, Projektbeschreibungen, Analysen und Aufsätzen nicht nur die Geschichte des Feedback Studio, sie geben einen eigenen Blick auf die Geschichte der Neuen Musik, abseits der philharmonischen Hauptwege und etablierten Festivals.

Seit Mai 2009 verfügt die "Firma" Feedback nur noch über einen kleinen Büroraum,  (als Untermieter des Theaterpädagogischen Zentrums) von dem aus die  Reste der Kompositionen abgewickelt werden Die Werke aller  Feedback-Konponisten sind an die Autoren zurückgegangen bzw. gehen dorthin zurück.

Sämtliche Feedback Papers (außer der inzwischen vergriffenen Nr 34) und CDs sind vorläufig weiter bei der alten Adresse erhältlich (fbstudio-at-web.de) . Mit drei Mitarbeitern wird  die Arbeit an der Digitalisierung der Feedback-Bestände weitergeführt.

Johannes Fritsch starb am 29.04.2010

 

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